Zion Canyon

Zion Canyon


Wo Engel landen

Schon recht Müde von unseren Wanderungen durch die Hoodoos im Bryce Canyon erreichten wir unser Motel am Eingang des Zion Nationalparks noch gerade rechtzeitig vor dem Ausbruch eines heftigen Gewitters.

Aber mit den dicken Regentropfen zeigte sich auch ein recht ansehnlicher Regenbogen, welcher sich direkt vom Balkon unseres Zimmers bestaunen liess.

Der von unseren bisherigen Reisebekanntschaften hoch gelobte Zion Park bietet ein paar ganz aussergewöhnliche Wanderungen mit spektakulären Aussichten. Eine davon nennt sich „The Narrows“. Nach einem Spaziergang durch die wunderschöne Landschaft am Rande des Flusses, kommen die senkrechten Wände des Canyons direkt bis ans Wasser heran und es bleibt dem Wanderer nichts weiter übrig, als direkt im Wasser flussaufwärts zu waten. Da uns bereits berichtet wurde, dass der Fluss nur nach mehreren trockenen Tagen begehbar sei, machten wir uns nach dem Gewitter am Vorabend keine großen Hoffnungen. Trotzdem versuchten wir unser Glück. Bestens ausgerüstet mit Flippflopps und einem aufgelesen Wanderstock suchten wir unseren Weg durch den teils recht flotten und überknietiefen Fluss. Und wir kamen recht weit, bis uns das immer tiefer und schneller werdende Gewässer zum umkehren überredete.

Von der Flusswanderung erfrischt waren wir guten Mutes für den Aufstieg zum „Angels Landing“ auf 1760 Meter Höhe. In der mittlerweile brennenden Mittagssonne erklommen wir die steilen und immer enger werdenden Serpentinen zur ersten Hochebene. Vorbei an ernst gemeinten Warnschildern führte der nur spärlich mit ein paar Metallketten gesicherte Weg weiter auf dem Kamm hinauf zum Gipfel. Diverse Grenzerfahrungen später erreichten wir die schmale Plattform des Angels Landing. Mit einem 360 Grad Panorama in die Täler des Zion Canyons wurden wir für die Strapazen mehr als entschädig.